#11 Auf das optimale Set-up kommt es an - ATS Leichtmetallräder | DEIN AUTO HAT ES VERDIENT

#11 Auf das optimale Set-up kommt es an

Am 21. September steht das letzte Rennwochenende der ADAC Formel 4 für diese Saison an und jetzt, nach so langer Zeit ohne Rennen, kribbelt es dann doch ganz schön in den Füßen. Bis es soweit ist, gibt es für mein Team und mich noch super viel zu tun. Für ein erfolgreiches Wochenende muss einfach alles stimmen und sowohl mein Rennwagen als auch ich müssen in absoluter Topform sein.

Das könnt ihr euch so vorstellen: Wir gehen beim ersten freien Training mit einem ersten Set-up des Wagens auf die Strecke. Diese Basisabstimmung des Fahrzeugs wird dann schrittweise weiterentwickelt. Dabei sammelt unser Ingenieur jede Menge Daten zur Performance und greift dabei auch auf mein Feedback zurück, dass ich ihm nach jeder Session gebe. Daraufhin werden dann die Daten und Informationen ausgewertet und dann wird entschieden, was wir verbessern können. Mein Auto wird so dank der Hilfe des gesamten Teams ideal an Wetterbedingungen und Streckenbeschaffenheit angepasst. Es ist echt nicht so einfach, das optimale Set-up zu finden. In jeder noch so kleinen und teilweise kaum wahrnehmbaren Einstellung steckt extrem viel Arbeit. Aerodynamik, Dämpfer, Federn, Lustfdruck, Bodenfreiheit, Bremskraft – man kann schnell in die Irre geführt werden. Wenn man einen Bereich verbessert, kann sich das auf einen anderen Bereich negativ auswirken. Anders als in der Formel 1, bei der die Daten durch Telemetrie an die Ingenieure in der Box geschickt werden, ist dies in der Formel 4 aus Kostengründen verboten. Bei uns werden die Daten in einem Speicher im Auto gesammelt und dann nach einer Session am Computer ausgelesen.

Das alles ist aber nur die halbe Miete. Das Auto fährt schließlich nicht von selbst – auch ich muss in der Vorbereitungsphase richtig Vollgas geben, um am großen Tag meine stärkste Performance abliefern zu können. Mit unserem Ingenieur gehe ich dafür Videos von meinen letzten Rennen durch und arbeite meine Stärken und Schwächen heraus. Das ist echt wichtig, weil ich am Lenkrad zwar mitten im Geschehen bin, aber alles extrem schnell geht – da hilft der Blick von außen schon enorm, um mit meinem Team eine Taktik zu entwerfen. Die probiere ich dann gerne im Simulator aus, damit im Finale alles reibungslos läuft.

ADAC Formel 4, 4. + 6. Lauf Hockenheim 2018 - Foto: Gruppe C Photography

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